Eine Frage, die die Gemüter erhitzt und gerade deshalb schwer allgemein zu beantworten ist.
Selbstverständlich verfasse ich Texte so, wie es erwünscht ist. Wie Sie an meiner Website sehen, formuliere ich hier gendergerecht. Warum? Weil ich meine Zielgruppe nicht einschränken möchte. Letztlich kommuniziert nicht nur der Inhalt eine Haltung, sondern auch eine Form - dies muss den Lesefluss aber nicht unbedingt beeinträchtigen.
Egal, wie Sie sich in diesem Punkt entscheiden – Sie werden sich damit immer positionieren. Es gibt kein Gendergesetz und noch nicht einmal eine Duden-Empfehlung hierzu. Andererseits existiert auch kein Gesetz zum Grüßen, und es ist dennoch in manchen Situationen schlicht allgemeiner Konsens. Niemand kennt Ihre Zielgruppe so gut wie Sie, daher müssen Sie sich auf Ihr Fingerspitzengefühl verlassen, ob eine gendergerechte Sprache angebracht und authentisch ist. Ich kann Ihnen gerne meine Einschätzung hierzu geben, aber die Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen.
Sollten Sie sich für das Gendern entscheiden, werde ich trotzdem die, zugegeben etwas störenden *, : oder _, vermeiden. Unsere Sprache bietet so viele genderneutrale Begriffe – mit diesen zu jonglieren, zeichnet meinen Berufsstand aus.